Gedankenstrich

Satzzeichen, das eine Pause im Lesefluss markiert, etwa bei Einschüben, Auslassungen oder zur Spannungssteigerung. Der Gedankenstrich wird mit Leerzeichen davor und danach gesetzt, wobei zum jeweils vorangehenden Wort am besten ein geschütztes Leerzeichen verwendet wird, damit eine Trennung am Zeilenende vermieden wird (der Gedankenstrich sollte nie am Zeilenanfang stehen). Satzzeichen wie das Komma allerdings werden ohne Leerzeichen angehängt. Zum Beispiel:

  • Der Schreibende kann weder „den vielfach starren und groben Regeln sich anvertrauen, noch kann er sie ignorieren, wenn er nicht einer Art Eigenkleidung verfallen und durch die Pointierung des Unscheinbaren − und Unscheinbarkeit ist das Lebenselement der Interpunktion − deren Wesen verletzen will“. (Theodor W. Adorno)
  • „Ein einziges, heimliches, geflüstertes −! sagte der Graf, […]“ (Heinrich von Kleist, Die Marquise von O.)
  • „[…] auf einen Lasterhaften war ich gefasst, aber auf keinen − − − Teufel!“ (Heinrich von Kleist, Die Marquise von O.)

Unicode: U+2013; Windows: Alt+0150; Entity: &n-dash; Name: En-Dash

Typographisch ist der Gedankenstrich der Halbgeviertstrich, der auch als Strich für „bis“ und als Strich für „gegen“ eingesetzt wird. Er ist länger als der Bindestrich. Der Gedankenstrich kann nicht über die Tastatur eingegeben werden.

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